Ein doppeltes Jubiläum gab es in diesem Jahr zu begehen – neben dem „üblichen“ Patrozinium der Kirche konnte man den 550. Geburtstag des Kirchturms feiern. Aus diesem Grund wurde auch das Pfarrfest auf zwei Tage ausgedehnt.
Am Samstag Nachmittag begann es mit einer Darbietung der Chöre „a cappella“ und „VokalTotal“, die in bewährter Manier beschwingte Gospels und geistliche Lieder in der Pfarrkirche zum Besten gaben. Fleißige Griller, Ausschenker und Frauen hatten inzwischen für das leibliche Wohl vorgesorgt und Fleisch, Bratwürste, Käse, Brezen und Getränke vorbereitet, die trotz der kühlen und feuchten Witterung schmeckten.
Christian Kölbl, der eine umfangreiche Festschrift erstellt hatte, zeigte im Zelt Fotos und Impressionen aus den letzten 50 Jahren, von Pfarrfesten, Besuchen hoher geistlicher Würdenträger und aus privaten Sammlungen, auf denen sich viele der einheimischen Gäste wiedererkannten.
Quasi als Abschluss der 1000-Jahr-Feier trafen sich Vereine und Gläubige am Sonntag früh beim Feuerwehrhaus in Mangolding, wo Pfarrer Dinzinger nach einer kurzen Ansprache von Kommandant Höfler und Bürgermeister Senft die stählerne Gedenktafel weihte. In einer gemeinsamen Prozession ging es nach Scheuer zur Wallfahrtskirche. Hier erwartete die Gottesdienstbesucher ein weiterer musikalischer Leckerbissen – die Chöre vom Vortag gestalteten zusammen mit Instrumentalisten die Orchestermesse in F-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart.
Der Gottesdienst stand unter dem Motto „Wir sind eine Kirche aus lebendigen Steinen“. Dazu verzierten die Kinder den „renovierten“ Kirchturm aus dem Fastenprojekt mit den 7 Werken der Barmherzigkeit, die, wie Pfarrer Dinzinger in seiner Predigt erklärte, für einen Christen maßgeblich sind.
Leider machte der Regen den Ministranten einen Strich durch die Rechnung, die für den Nachmittag viele Spiele vorbereitet hatten. Am Basteltisch zum Flechten von Kraken und Basteln von Klammermäusen fanden sich nur wenige Kinder ein. Dafür begeisterten sich die Ministranten für das Aufblasen von Gasballons, die bei den Kindern zu kreativen Ideen führten und am Nachmittag in den Himmel steigen durften.
Wie jedes Jahr hatten Frauen wieder Dutzende von Torten- und Kuchenkunstwerken kreiert und gespendet, die aufgrund der kühlen Witterung gleich nach dem Gottesdienst zusammen mit heißem Kaffee stark gefragt waren und restlos verkauft wurden. Auch der Umsatz an Grillgut, und Käsesemmeln ließ nichts zu wünschen übrig. Am späten Nachmittag fand das zweitägige Fest ein Ende.